Vorsicht bei Auslandsimmobilien
Ferienimmobilien sind ein begehrter Luxus und grundsätzlich eine gute Geldanlage, allerdings vergeben die deutschen Banken nur noch selten Darlehen für solche Objekte. Besonders die Deutschen schätzen ihre Niederlassungen im südeuropäischen Ausland und erwägen häufiger den Wunsch nach einer Ferienimmobilie. Wer jedoch in den Genuss einer eigenen Residenz in einem Urlaubsland kommen möchte, muss entweder über ausreichend Vermögen verfügen oder eine bestehende schuldenfreie Immobilie als Sicherheit für die Bank bieten. Ohne einen erheblichen Anteil eigener Kapitalbeiträge ist der Erwerb einer solchen Immobilie derzeit kaum durchführbar.
Banken zurückhaltend
Grund für die Zurückhaltung der Banken sind hohe Ausfallrisiken als Folge der Wirtschaftskrise sowie die schwankenden Werte der Zielobjekte. Die Bank prüft in jedem Fall die Verwendungsfähigkeit und Werterhaltung der Gebäude und Grundstücke. Dies sichert sowohl die Bank selbst als auch den Käufer ab. Die steuerlichen Vorteile in Zielländern wie Italien, Spanien und Frankreich sind verschwindend gering, sodass diese Ersparnis nicht mehr zu einem finanziellen Vorteil führt. Nach aktuellen Kennzahlen rechnen die Banken mit einem weiteren Rückgang bei Bonität und Rückzahlungen, große Investitionsbanken erst erst kürzlich Rückläufe von mehreren Hundert Millionen Euro, was vor allem die Zinsen für Kredite weiter nach oben treibt.
Deutsche Objekte sicherer
Immobilien innerhalb Deutschlands werden derzeit noch eher gefördert, da man auch in Zukunft von einem stabilen Nachfragewert ausgeht, vor allem in den Gebieten der Nord- und Ostsee und in Süddeutschland. Grundsätzlich seien Banken zur Finanzierung bereit, jede Kreditvergabe wird hierzu jedoch gründlich geprüft.
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